#62 DEMENZ – Experten-Talk

Shownotes

Moin aus der KJK! Wusstet ihr, dass Demenzerkrankungen in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen bei Frauen zählen? Ein guter Anlass, genauer hinzuschauen – auch wenn das höhere Lebensalter noch weit entfernt scheint.
In der neuen Folge von „Die Wahrheit irgendwo hier drinnen“ begrüßt Emma Drilon Gashi und Ilja Jewgenow, beide Oberärzte unserer Station 75. Hier behandeln sie Patient:innen mit demenziellen Erkrankungen.
Gemeinsam sprechen sie darüber, was Biomarker über eine Erkrankung verraten können, wie anpassungsfähig unser Gehirn ist und was dazu beitragen kann, es zu schützen. Hinter den Fachbegriffen Biomarkerkonstellationen, Neuroplastizität und Neuroprotektion stecken spannende Fragen, die uns alle betreffen.

Denn einige Faktoren, die das Demenzrisiko erhöhen, können wir selbst beeinflussen. Sich früh damit zu beschäftigen, lohnt sich also!

Hört rein – und vielleicht bekommt ihr danach direkt Lust auf ein Kreuzworträtsel. Vielen Dank an Drilon und Ilja für die informative Folge und die Einblicke in ihre Arbeit!

Transkript anzeigen

00:00:09: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge, die Wahrheit irgendwo hier drin.

00:00:14: Euer integrativer und hoffentlich auch liebster Psychiatrie-Podcast aus der Kajaspersklinik vor den Toren Oldenburgs!

00:00:25: Ich bin Emma und gemeinsam mit Leon und Deborah versuche ich durch diesen Podcast die Psychiatie zu euch nach Hause zu bringen und für mehr Verständnis rund um psychiatrische Erkrankungen zu sorgen.

00:00:36: Das ist natürlich ein sehr, sehr großes Ziel und genau deswegen holen wir drei uns im Rahmen der Expertinnen folgen regelmäßig Hilfe.

00:00:43: Heute dürfen mir zwei ganz besondere Experten dabei helfen euch da draußen einen Teil der Psychiatrie näher zu bringen.

00:00:50: heute soll es um ein sehr wichtiges Thema gehen nämlich Demenzielle Erkrankung.

00:00:56: In Deutschland sind immer mehr Menschen an einem demenziellen Syndrome erkrankt und erstellt bei Frauen sogar die häufigste Todesursache da.

00:01:03: Laut der WHO sind aktuell siebenundfünfzig Millionen Menschen an einer Demenz erkrankte, und es kämen jedes Jahr zehn Millionen Neue dazu.

00:01:09: Genau deswegen ist das definitiv sinnvoll über dieses Thema zu sprechen und auch ein Stück weit zu entstigmatisieren.

00:01:17: Aber jetzt habe ich schon lange genug gelabert!

00:01:19: Wer sitzt denn mir hier gegenüber als die zwei Experten?

00:01:23: Ja, guten Tag.

00:01:24: Ich bin Ilja Yevgenov.

00:01:26: Bin Oberarzt an der Karajasparsklinik und tätig auf der Station seventy-fünf.

00:01:32: Das ist die Station hier im Hause für hinorganische Erkrankungen im Alter und Demenz.

00:01:38: ich bin Neurologe als Facharzt des Facharts für Neurologie und kein Psychiater was aber gerade in diesem Feld gut zusammenpasst da eine neurodegenerative Erkrankung ist, sprich auch primä-eine neurologische Erkankungen.

00:01:57: Genau!

00:01:58: Und wer sitzt mir hier noch gegenüber?

00:02:00: Ja guten Tag auch meinerseits.

00:02:03: ich bin Drelon Gasche Ich bin Facharzt für Neurologie und auch so wie mein Kollege Herr Yevgenov hier als Obarist tätig auf der Station Firmundsiebtsch.

00:02:12: Zudem auch ein Teil auf der Station Estreintensiv wo Patienten dann auch mit Entwicklungsstörungen und Intelligenzminderung bei uns behandelt werden.

00:02:25: Natürlich habe ich mir hier die beiden Experten der Klinik rausgesucht, wie man merkt arbeitet ihr wirklich mittendrin im Geschehen und könnt uns daher heute auf fachlicher als auch auf persönlicher Ebene sehr gut in das Thema mitnehmen.

00:02:38: Jetzt habe ich erst mal eine Frage an euch.

00:02:40: Stelle ich sie ganz bewusst so?

00:02:42: Und zwar was ist denn eigentlich Demenz?

00:02:47: Demenz ist erstmal ganz sachlich beschrieben ein Syndrome.

00:02:53: Und zwar ist es ein Syndrome, das durch den fortschreitenden Verlust kognitiver also geistiger Fähigkeiten wie dem Gedächtnis, den Denken der Orientierung und der Alltagskompetenz gekennzeichnet ist.

00:03:10: Jetzt muss man aber natürlich noch erklären ja was ist denn ein Syndrome um das zu verstehen?

00:03:15: Und wir Ärzte, wir teilen Krankheiten immer schrittweise ein.

00:03:22: Also wir nähern uns einer Krankheit.

00:03:24: ja über Symptome und Symptom unterschiedlicher Natur können wir zusammenfügen wenn sie denn zusammen passen zu einem Symdrom und dann können wir das benennen.

00:03:36: Und einen Symdron können wir dann also die Konstellation aus Symptomen eine Krankheit zuordnen Und eben gerade diese unterschiedlichen Symptome, die dem betreffen was ich gerade gesagt habe.

00:03:50: Das bezeichnen wir dann als Demenz.

00:03:54: mit dem wo wir aber klar sagen müssen ist es fortschreitend und ein ganz wichtiger Punkt dabei ist noch dass es nicht Teil des normalen Alterungsprozesses ist sondern es ist bedingt durch eine organische Erkrankung des Gehirns.

00:04:12: Ich finde, das hast du so schon mal sehr schön zusammengefasst.

00:04:15: Weil ich habe gerade gestern noch in der Hausarztpraxis eine Patientin vor mir gehabt die gesagt hat, ich hab Angst eine Demenz zu bekommen und dann stand die Tochter von ihr neben ihr und hat gesagt ja ach aber Du bist doch aktuell einfach nur ein bisschen vergesslich.

00:04:29: Das ist ja ganz normal dass es irgendwann so wird.

00:04:31: Und da stand ich so ein bisschen daneben und war so ein bißchen zugespalten.

00:04:35: was ich jetzt sage weil erstens bin ich auch nicht eine Ärztin, die dazu jetzt großartig was sagen kann.

00:04:39: Und da vielleicht auch auf der anderen Seite habe ich dann auch noch mal gesagt so hey wenn sie wirklich die Vermutung haben, da könnte etwas sein, dann lassen Sie das doch mal genauer nachschauen.

00:04:47: aber dass es alles so ganz normal ist, ist vielleicht auch ein gesellschaftlicher Trugschluss so ein bisschen.

00:04:54: und du hast ja auch schon gesagt, dass sich ein Symptom in dem Fall das Demenzielle-Syndrom aus mehreren Symptomen quasi herausstellt?

00:05:02: Was sind denn Symptome, die dazugehören damit man dann sagt,

00:05:07: Also sie können ja unterschiedliche Natur sein.

00:05:09: Gedechnis habe ich ja schon erwähnt, da gehört erstmal ganz allgemein die Vergesslichkeit dazu.

00:05:15: das ist auch ein sehr frühes Symptom.

00:05:19: dann im weiteren auch der Verlust der Orientierung gerade der zeitlichen Orientierung aber auch der örtlichen Orientierungen.

00:05:27: also Betroffene finden sich vielleicht noch in ihrem eigenen Umfeld gut zurecht Aber wenn Sie das verlassen die neu für sie ist, dann wird es schwierig.

00:05:38: Aber das geht auch noch weiter bis zu Schwierigkeiten in der Alltagsroutine also im häuslichen Umfeld mit zum Beispiel die Schlüssel verlegen oder gravierende Dinge wie den Herd anlassen und da ist noch was drauf.

00:05:53: Also dann nimmt die Alltagstauglichkeit ab.

00:05:58: Die Kommunikation kann betroffen sein Es geht los dass man die Wörter nicht mehr findet, Probleme hat mit Verständigungen oder auch in komplexen Gesprächen den roten Faden zu folgen.

00:06:14: Also man kann dann gar nicht mehr richtig in Gespräche mit einsteigen und den folgen aber auch Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben.

00:06:23: Dann einen ganz wichtiger Punkt der uns vor allem hier in der Psychiatrie beschäftigt ist natürlich die Veränderung des Verhaltens Und das können Depressionen sein und Ängste.

00:06:40: Das kann sein, aber auch dass eine Zischose ausgelöst wird durch die Erkrankung, die einhergeht mit Warnvorstellungen und Halluzinationen.

00:06:52: Insgesamt auch, dass durch das Nicht-Verstehen der Umwelt wenn jetzt ein Demenzkranker zum Beispiel pflegebedürftig ist, dass er gepflegt werden muss und Pflege ist etwas sehr Intimes, sehr körpernahes.

00:07:09: Und das dann wiederum mit großen Ängsten verbunden ist?

00:07:16: Das ist ein schweres Symptom!

00:07:17: Wir haben jetzt ja schon darüber gesprochen was ein demenzielles Syndrome ausmachen kann.

00:07:21: die verschiedenen Ebenen hast du erklärt und Du hast auch noch mal gesagt, dass diese verloren gegangene Alltagskompetenz einen sehr wichtiger Faktor im Rahmen von demenziellen Syndrom darstellt der auch sehr herausfordern kann.

00:07:33: Ich erinnere mich, in unserem Vorgespräch haben wir über ein-, zwei-, drei Persönchen gesprochen.

00:07:41: Die in dem Kontext Demenz eine besondere Rolle auch geschichtlich spielen.

00:07:46: Magst du vielleicht noch mal sagen um wen es da geht und wer da wichtig ist?

00:07:50: Also ich glaube Du spielst auf Alois Alzheimer an.

00:07:54: Genau!

00:07:57: Da... Geht's um die Alzheimer-Erkrankung.

00:08:02: Alzheimer ist in erster Linie eine Person, nach der dieser Erkrankungen benannt würde.

00:08:07: Alzheimer wird ja gerne mit Altersvergesslichkeit, Altersdimenz assoziiert und hier muss man klar sagen das es nicht so.

00:08:18: Alois Alzheimer war ein deutscher Psychiater Neuroanatom und Pathologe Jahrtausendwende vom achzehnten zum neunzehnten Jahrhundert gewirkt hat und der hatte eine Patientin um neunzenhunderteins, war das glaube ich.

00:08:39: Und das war die Augustedeta.

00:08:42: Und diese Patientin wurde damals zu ihm in die Anstalt gebracht und zwar in Frankfurt, in der er gewürgt hat nachdem dem Ehemann aufgefallen ist dass sie sich sehr stark verändert habe.

00:08:57: Und Alzheimer hat Augustedeter über Jahre begleitet, den Krankheitsverlauf dokumentiert.

00:09:04: So dann den geistigen Verfall kann man sagen.

00:09:08: und als Augustedeta fünf Jahre später verstorben ist, er war Heropathologe, hat er das Hirn untersucht von Augustedetta und hat hier erstmalig festgestellt dass da sehr auffallfällige Veränderungen am Gehirn sind sodass da Nervenzellen zugrunde gegangen sind und er sehr auffällige Einweisablagerungen in den NervenZellen gesehen hat, die sogenannten Plax.

00:09:41: Und das hat er mit der Erkrankung von Auguste Dieter ins Zusammenhang gebracht, verknüpft und so erstmalig die Ursache für eine Demenzerkrankung beschrieben.

00:09:55: weil er das getan hat, ist diese Erkrankung nach ihm benannt worden.

00:09:59: Und das ist die Alzheimer-Erkrankungen?

00:10:02: Ich finde es nochmal ganz schön, dass du am Anfang betont hast, dass heutzutage ja Alzheimer häufig mit der Demenz gleichgesetzt wird.

00:10:09: Aber wie wir ja schon gelernt haben, es gibt nicht die Demenz sondern es gibt verschiedene Arten der Demenzen und die Häufigste ist halt eben die Alzheimer Krankheit wenn ich das richtig habe und da ist es ja im Endeffekt so wie du das geschichtlich schön auf den Punkt gebracht hast diese beiden Personen eine große Rolle spielen und dass das Gehirn einfach nachweislich durch Plugs als auch durch Degeneration total verändert war.

00:10:30: Aber was gibt es denn noch?

00:10:31: Wenn ich jetzt schon die ganze Zeit davon spreche, dann müssen wir's auch irgendwann mal benennen!

00:10:35: Die Alzheimer-Demenz ist tatsächlich da noch die häufigste Demenzform Beziehungsweise die Demenz im Rahmen der Alzheimer-Erkrankung.

00:10:43: Die macht so ca.

00:10:44: etwa sixty-fünf Prozent aller Demenzformen aus, dann gibt es aber noch einen großen anderen Teil.

00:10:50: Das ist die vaskuläre Demenz sozusagen, die macht auch ca.

00:10:53: fünfzehn bis zwanzig Prozent aus.

00:10:56: Klar, die vassuliere Demenz, die häufig mit der Alzheimererkrankung auch klinisch überlappend, so ein Overlap-Syndrom, das nennt man da noch ein Mischdemenz.

00:11:05: Und dann gibt es die anderen Demenzformen sozusagen, die dann auch die sekundären Formen aber auch die Fotodemporale Demenz und die Levy Body Demence, die uns eigentlich noch häufig begegnen.

00:11:16: Und zwar Levy body Demence zu ca.

00:11:18: fünf bis zehn Prozent tatsächlich – das ist auch häufig unterdiagnostiziert.

00:11:23: Die Fotodemperale Demence macht circa fünf Prozent der Demenz-Formen aus!

00:11:31: Ich finde es ganz spannend, was du sagst das ja auch so verschiedene Verteilungen hat.

00:11:35: bevor wir aber noch tiefer in diese Materie einsteigen.

00:11:38: Würden mich woher noch ein paar Dinge interessieren?

00:11:41: Was die Erkennung einer Demenz zum Beispiel angeht denn Es ist ja so dass Ich vorhin schon von dieser Geschichte erzählt habe, wo die Patientin mit ihrer Tochter da war und die Tochter meinte ach das ist ganz normal dass du irgendwie vergesslicher bist.

00:11:57: Das gehört irgendwie dazu und die Patientinnen war aber sichtlich besorgt.

00:12:01: was macht man denn dann?

00:12:02: Also

00:12:03: ja also der erste Schritt ist zum Arzt zu gehen.

00:12:05: Richtig!

00:12:07: Der erste Schritt des zum Arz zu gehen.

00:12:08: und hier muss ich ganz klar empfehlen um betonen gehen sie früh zum Arst Weil früh Erkennung bedeutet immer auch, für sich selber zu sorgen.

00:12:21: Aufklärung, Prävention und nicht nur für sich sondern auch für die Angehörigen weil Demenz ist etwas das betrifft jeden in dem eigenen Umfeld von den Betroffenen.

00:12:35: Und frühe Hilfe für Aufklärungen bedeutet später Hilfsmittel installiert werden können und eine gute Betreuung da ist.

00:12:46: Und auch die Verhinderungen von Begleiterscheinungen, weil die Mensch einfach auch eine hohe Belastung für betroffene Personen und die Angehörigen und das dann mit vielen Begleiterscheinungen bis hin zu depressiven Erkrankungen an Passungsstörungen einhergehen kann durch in Anspruchnahme, solcher Hilfen und Aufklärung eben verhindern.

00:13:17: Und wenn ich eine Erkrankung früh diagnostiziere dann kann ich eben auch nach Heilbehandlung früh einleiten.

00:13:30: Wenn nicht die Erkrankungen heilen weil das geht bis heute nicht, kann ich den Verlauf beeinflussen.

00:13:39: dass du mehr Zeit habe ich am Ende auch.

00:13:43: Und was sind Früherkennungsmaßnahmen, die man in Angriff nehmen kann wenn man dann beim Arzt ist?

00:13:47: Also der erste Schritt des erst mal festzustellen liegt in das Syndrom-Demenz vor und hier haben wir – das hab' ich ja schon erklärt.

00:13:55: aber ein wichtiger Punkt dabei ist der fortschreitende Verlust der Fähigkeit.

00:14:02: und wie stelle ich das fest?

00:14:04: Ja indem ich es auch nur im zeitlichen Abstand untersuche.

00:14:08: deshalb ist Ganz wichtiger Punkt ist eine Untersuchung der geistigen Leistungsfähigkeit.

00:14:14: Das machen wir heutzutage mit Hilfe von Neurozyschologinnen, diese da eine ausführliche Testung machen und die verschiedenen Domänen der Kognitionen abprüfen und hier ein Muster erstellen.

00:14:33: Und die Momentaufnahme bestimmt noch nicht die Diagnose sondern wir brauchen immer eine Verlaufsuntersuchung, die sie da typischerweise nach sechs Monaten stattfindet.

00:14:44: Und wenn wir hier von einem Fortschreiten ausgehen können also das dann eben über diese Untersuchungen feststellen, dann können wir die Diagnose Demenz stellen.

00:14:55: davon abzugrenzen ist aber immer noch ja welche Erkrankung liegt denn vor?

00:15:01: und Das machen natürlich die Ärzte dass Sie spezielle Untersuchung auf dem Weg bringen Und da gehört in erster Linie natürlich ein Bild vom Kopf dazu.

00:15:14: Also die Patientinnen werden an die Radiologie überwiesen, wo vorzugsweise ein MRT also eine Magnetresonanstomographie des Kopfes veranlasst wird und das Muster was man dann sieht wie sich das Hören darstellt kann Hinweise darauf geben ob einer Erkrankung vorliegt.

00:15:37: Nicht immer, denn gerade in früh Phasen kann das Gehirn noch komplett normal aussehen.

00:15:43: Was dann auch das frühe Symptom bei Alzheimer erklärt die Vergesslichkeit Bei der vaskulären Demenz zum Beispiel.

00:15:51: Dann ist es MRT aber auch wichtig um andere vielleicht behandelbare Erkrankungen zu differenzieren.

00:16:00: da sind wir noch nicht drauf eingegangen, weil es gibt natürlich auch Ursachen für einen Verlust der geistigen Fähigkeit die gar keine Demenzerkrankungen sind.

00:16:10: Also gerade wenn ein Rasha fortschreitend ist dann geht immer die rote Flagge hoch.

00:16:18: im Neurologen gehören, sag ich mal.

00:16:21: Und wir denken an etwas Ernstzunehmendes was man wirklich irgendwie abklären muss und schnell behandeln muss.

00:16:27: Weil da kann es nicht immer eine neurodegenerative Erkrankung die Ursache sondern eben eine behandelbare wie sagen sekundäre Erkrankung.

00:16:37: und gerade deshalb ist auch der Gang zum Arzt wichtig weil steht nicht immer ein Demenzerkrankungen dahinter und wenn man eine behandelbare Ursache verschleppt, dann kann natürlich ein Schaden am Höhen entstehen der eben nicht mehr rückgängig zu machen ist.

00:16:57: Jetzt waren wir bei den Bildgebungen jetzt gehen wir mal weiter.

00:17:02: was wir weitermachen ist also wir Neurologen gerade Wir wollen das natürlich ganz genau ausfinden und genau untersuchen Und was wir dann machen isst?

00:17:12: Wir piken die Betroffenen in den Rücken!

00:17:19: Also wir untersuchen das Nervenwasser, den Liegvor.

00:17:23: Und in diesem Nervenwasser können wir verschiedene Untersuchungen über Labore veranlassen die uns einerseits auch Hinweise geben auf sekundäre Ursachen, die ich gerade erwähnt habe also sowas wie Arregarinfektion.

00:17:40: gucken wir alles zusätzlich nach.

00:17:43: aber wir messen auch bestimmte Marker die nennen wir gerne mal Demenzmarker, umgangssprachlich in der Medizin.

00:17:51: und diese DemenzMarker das sind muss man sagen genau diese Proteine.

00:17:58: Die eigentlich Alois Alzheimer auch nachgewiesen hat, die Plax und allen vor allem das Ameloid.

00:18:03: Und dann geht es noch weiter zum Tau und dem Phosphotoprotein und je nachdem wie die Konstellation dieser Demenz Marker im Nervenwasser ist können wir dann Rückschluss darauf ziehen, ob eine bestimmte Erkrankung vorliegt.

00:18:20: Vor allem der Alzheimer.

00:18:22: weil hier haben wir dann eine klassische Biomarker Konstellation die uns eine doch sichere Diagnose zulässt wo wir dann natürlich dazu übergehen können über Aufklärung und Therapien zu sprechen.

00:18:39: okay ich glaube schon mal ein klares Bild darüber im Kopf, was passieren muss um verschiedene dimensionelle Formen voneinander abzugrenzen wo man nochmal sagen muss oh red flag da muss ich direkt aufpassen.

00:18:50: Da sollte ich direkt irgendwie etwas tun weil das ist möglicherweise eine reversible Ursache oder etwas was wir jetzt akut beeinflussen können und sollten.

00:18:59: aber da frage ich mich noch einmal ganz kurz wenn wir noch mal ein paar Schritte zurückgehen Wie ist es denn, die Menschen schlagen ja nicht direkt hier in der Psychiatrie oder beim Neurologen auf?

00:19:10: Sondern der erste Schritt ist ja meistens der Hausarzt oder die Hausärztin.

00:19:14: Was passiert da vor diesen ganzen Untersuchungen noch?

00:19:17: Genau, das ist eigentlich noch der wichtigste Teil für die Entwicklung des Planers quasi dann auch für den Patienten.

00:19:24: Der Hausarzt also.

00:19:24: Aufgabe des Hauses es zumindest in meinem Augen ist es eine fremde Anamnese zu machen und der gute Anamnesen eine fremmde Anamese zu machen.

00:19:31: Und zudem diese sekundären Ursachen einmal auszuschließen unter anderem quasi Vitamin B-Zfölfmangel, Depression.

00:19:40: ob das vielleicht auch vorliegt?

00:19:41: Es gibt ja die Säure Demenz bei Depression Und wenn möglich auch Laborschämie sozusagen untersuchen, ob dann ein Neuroborreliosa oder sonstiges das nochmal erklären kann.

00:19:51: Und der Haus ist eh noch Kapazitäten quasi, kein Bild vom Kopf in die Wege leiten.

00:19:56: oder der Stieg sozusagen den Patienten zu den Neurologen ambulant... Und der veranlasst dann auch am besten eine MOT vom Kopf.

00:20:06: Aber das ist wirklich für die Patienten wichtig, dass sie so früh wie möglich... Für die Angehörigen ist das eine Plädierung.

00:20:15: Wenn man sagt okay da gibt es eine Vergesslichkeit und man will das manchmal nicht sehen als leider denkt man so ach das gehört ja zum Alter Da bittet er nochmal kurze Vorstellung beim Haus aus und der kann wirklich dann noch vieles in die Wege leiten.

00:20:34: Und das ist ganz wichtig, dass wir das hier in dieser Folge nochmal herausstellen weil natürlich können sich Angehörige fragen okay wenn es eine Erkrankung ist, die ich eh nicht heilen kann.

00:20:44: warum sollte ich die Diagnose denn dann überhaupt stellen?

00:20:46: Dann wird meinetwegen meine Mama, mein Papa möglicherweise noch stigmatisiert oder was auch immer.

00:20:52: das grenzt diese Personen dann im Leben ein.

00:20:55: Aber genau da ist ja der Punkt.

00:20:56: Wir wollen ja die Progression beeinflussen, wie du es gerade schon so schön gesagt hast und wir das beide auch herausgestellt hat.

00:21:01: Genau deswegen ist es eben sinnvoll früh zu handeln und auch sensibel dafür zu sein

00:21:07: in der Ambulanz mittlerweile Anlaufstellen, die das bündeln Und diese nennen sich da Gedächtnisambulanzen und deshalb gerne mit dem Hausarzt reden, dass man sich an so eine Gedächtnisambulanz überweisen lässt.

00:21:25: Und das ist ja der Stichpunkt soziale Hilfen weil ich kann mir vorstellen Angehörige fragen sich häufig wo finde ich Hilfe?

00:21:32: Meinetwegen haben wir jetzt schon die Diagnose und wir haben die Untersuchungen gemacht, die wir gerade beschrieben haben.

00:21:37: Wir waren beim Hausarz.

00:21:39: aber was sind denn die Hilfen, die Angehöre als auch die Patientinnen in Anspruch nehmen können?

00:21:48: an die man sich wenden kann, wie zum Beispiel die deutsche Alzheimer-Gesellschaft.

00:21:57: Es gibt auch lokale Selbsthilfegruppen und auch Dimension Informations- und Koordinationstellen also hier in Oldenburg haben.

00:22:09: Also das ist das Dimension Information und Koordinationsstelle in Olddenburg.

00:22:17: Das ist doch schon mal super, dass wir da jetzt einmal auf den Punkt gebracht haben wo man sich hier auch im hohen Norden irgendwie Hilfe holen kann.

00:22:25: Denn es gibt nicht nur bei dem PatientInnen wahrscheinlich viele Fragen sondern halt auch bei den Angehörigen.

00:22:32: Eine Frage die ich in diesem Kontext noch an dich habe, arbeitet ja auf einer Demonstration und ich kann mir gut vorstellen das dieser erste Schritt zum Hausarzt oder auch die diagnostischen Sachen gar nicht so.

00:22:46: das sind wovor Betroffene Angst haben.

00:22:49: Ich glaube aber, dass tatsächlich eine Demenzstation wie hier außerhalb der Klinik von Stigmatisierung betroffen ist.

00:22:56: also da zum Beispiel gedacht wird ach die werden alle nur abgeschossen und sind da quasi liegen dann da und machen eigentlich nichts und es ist gar kein lebenswertes Leben mehr.

00:23:07: Da würde ich gerne von dir noch einmal hören, was du da hast.

00:23:10: Das

00:23:10: nicht!

00:23:11: Wir bieten hier eine klare strukturierte Leitliniengerechte Therapie an die gerade darauf abzielt die Alterstauglichkeit wieder herzustellen Tagesstruktur zu bilden.

00:23:23: also das ist jeder Tag ist hier gleich und diese Tageschruktur hilft ungemein.

00:23:30: Und die Therapien die daneben laufen Pharmakotherapie, das ist nur eine Säule von der Behandlung hier.

00:23:39: Die andere ist halt eben die therapeutische und die nächste dann auch die sozialmedizinische.

00:23:46: Und ja wir nehmen Medikamente, die das Verhalten beeinflussen und vielleicht auch dazu führen dass Menschen müder sind und langsamer.

00:24:00: Aber das ist alles in Abwägung Und auch diese Medikamente, vor allem Neuroleptika, die sollen nicht dauerhaft verwendet werden.

00:24:09: Das ist auch klar.

00:24:11: Und apropos sie sollen nicht lauerhaft verwendet werden?

00:24:14: Es ist ja auch das Ziel für die Menschen, die hier auf eure Station kommen wieder nach Hause zu kommen oder also es Die Endstation, sondern häufig ist es ja schon auch noch das Ziel in die Häuslichkeit wieder zurückzugehen oder in eine entsprechende Unterkunft.

00:24:30: Das sollte die... Genau!

00:24:31: Das ist unser Ziel.

00:24:34: Das ist der primäre Gedanke immer das zu machen halt wenn ein Patient aus der Häuslichkeit kommt dass wir dann auch hier unter anderem überprüfen ob er wieder nach Hause gehen kann.

00:24:44: Ob er da alltag tauchlich ist.

00:24:46: quasi manchmal und bislang Öfters gelingt uns das.

00:24:53: Manchmal ist es so, dass wir dann doch ein neues Zuhause für den Patienten oder für die Betroffenen zusammen noch in die Wege leiten müssen.

00:25:02: Die Bekannte geben sozusagen für den Patient und für den Menschen ist ja die beste Umgebung, das sage ich immer.

00:25:07: Und wie Herr Jeff genauer schon gesagt hat, das ist dann auch wirklich sehr wichtig.

00:25:12: Das ist die Therapie was wir hier in der Wege Leiten vor allem die hochpotenten Antipsychotika, dass man die dann auch kritisch überprüft im ambulanten Rahmen und so schnell wie möglich in der bekannten Umgebung des Patienten absetzt.

00:25:29: Ich finde es schön, dass wir das hier nochmal mit reingenommen haben weil ich glaube, dass ist wirklich eine Sorge von Angehörigen als auch vom PatientInnen, dass sie dann hier in die Psychiatrie kommen und nie wieder nach Hause können oder dass sie abgeschossen werden... in dem Sinne handlungsunfähig sind und dass es gar nicht darauf aus ist, die Situation besser zu machen sondern das ganze ja anders zu können.

00:25:52: Und ich bin aber dafür, dass wir obwohl wir jetzt so schön und tief in die Materie eingestiegen sind, dass sie nochmal ein bisschen wieder zurück rudern und darauf eingehen was denn für Risikofaktoren vorliegen?

00:26:04: Das ist überhaupt zu einer dimensionellen Erkrankung kommt, weil das ist ja im Endeffekt super wichtig.

00:26:11: Meine Oma zum Beispiel – vielleicht darf ich das hier mal kurz einräumen – die geht immer mit mir spazieren und danach gibt es dann Kreuzworträtseln.

00:26:18: Und sie ist ganz überzeugt davon dass wenn Sie immer weiter diese Kreuzforträtselfleißig löst, dass sie dann keine Demenz bekommen wird.

00:26:25: Ich finde das ganz süß aber ich find es total toll, dass Sie das macht!

00:26:28: Aber er erzählt mir doch mal was da wirklich dran ist?

00:26:30: Kann ich meiner Oma heute Nachmittag sagen Oma weiter so oder ist das eigentlich nur

00:26:36: Quatsch?!

00:26:37: Absolut.

00:26:37: Kannst

00:26:38: du ruhig sagen, ja?

00:26:39: Was jetzt?

00:26:39: Das

00:26:39: ist Quatsch oder was Gute?

00:26:42: Dass das richtig ist!

00:26:43: Das

00:26:43: ist natürlich richtig... Also ganz ehrlich irgendwie alles was dem Herzen gut tut und der Seele gut tut verhindert und tut dem Gehirn gut.

00:26:57: Der Punkt ist ja eine Demenz ist eine freutschreitende Erkrankung.

00:27:00: Nervenzellen gehen unter und kaputt.

00:27:02: Die kommen nicht wieder und auch der Ablauf wie die kaputt gehen, das werde ich nicht wirklich beeinflussen können.

00:27:10: Trotzdem hat unser Gehirn eine Eigenschaft, die nennen wir Neuroplastizität, kann man sagen.

00:27:21: Also Neuroplastizid bedeutet es zwar nicht in der Lage, neue Nervenzellen zu bilden aber es ist in der Lage neue Vernetzung zu bildern.

00:27:31: Das heißt mit dem was noch da ist wird das was weggegangenes überbrückt.

00:27:37: Das kann man so nennen.

00:27:39: Und damit halte ich mir ganz viel Funktion, wenn ich das trainiere – also das Gehirn ist irgendwie auch Muskel!

00:27:48: Wenn ich den trainire, dann bleibt er stark.

00:27:51: Also

00:27:51: es quasi mein Joggen gehen und meinen Intervalltrainings für mein Halbmarathon ist bei meiner Oma das Kreuzwort.

00:27:58: Ja

00:27:58: total.

00:27:59: Also wenn wir auch dahin gehen ja wann fängt denn eine Demenzerkrankung an?

00:28:04: Die fängt nicht an, wenn die ersten Symptome kommen.

00:28:07: Der Schaden am Gehirn, also die Erkrankung fängt Jahre vorher an.

00:28:13: Teilweise Jahrzehnte.

00:28:15: Also da reden wir von fünfzehn bis dreißig Jahren.

00:28:20: Von den unterschiedlichen Erkranken mal abgesehen aber soweit ich bin eine Parkinson-Erkrankungen Die ersten Symptome, die fangen an manchmal dreißig Jahre vor Ausbruch der Erkrankung.

00:28:31: Und auch bei Alzheimer ist das so, dass wir wenn man in die Materie reingeht und die Biomarker Untersuchungen macht dann kann man jetzt ja wirklich lange vorher schon Dinge messen, die auf diese Erkrankung hindeuten.

00:28:47: Es ist so, da es wirklich sehr viel am Gehirn kaputt sein muss Ehe die ersten Symptome kommen.

00:28:52: Weil

00:28:52: ich finde, was du auch toll gesagt hast ist dass die verschiedenen demenziellen Erkrankungen auch verschiedene Risikofaktoren haben.

00:28:59: weil wenn ich zum Beispiel an die vaskuläre Demenz denke, die wir ja vorhin auch schon angesprochen haben Gefäßschädigung.

00:29:04: Wodurch werden Gefäße geschädigt?

00:29:06: Ich weiß nicht.

00:29:07: vielleicht magst du noch mal mehr dazu sagen.

00:29:09: Nicht nur tatsächlich also das Du hast ja das mit den Joggen genannt gerade eben.

00:29:13: Auch für dich sozusagen Für dich und für mich Und für ihr sozusagen Das ist super wichtig Neuroprotektion für die Alzheimer-Demenz, also nicht nur für die vaskuläre Demenz.

00:29:22: Man denkt immer sozusagen ja, cardiovascular Risikofaktoren in dem Schacht zu halten für die Vaskuliere Demenz.

00:29:29: aber es gibt mittlerweile auch wirklich gute Studien.

00:29:32: Zuletzt zum Beispiel kam eine Studie raus, die sagt dass wenn man sozusagen noch siebentausend dreihundert Schritte pro Tag macht, die schützt sozusagen bis so fünfundvierzig Prozent an einer Alzheimerkrankung Und deutlich mehr, was eine Vaskuläre sozusagen Demenz angeht.

00:29:51: Da kommt man sozusagen bei fast bei achtzig Prozent

00:29:55: und das ist ne Zahl die spricht für sich genau

00:29:58: da sind Zahlen quasi und juli hatte das so schön gesagt gerade eben also beziehungsweise die Demenz.

00:30:05: aber die Alzheimer-Demenz nehmen wir mal.

00:30:09: oder die vaskulären Demenz.

00:30:11: Die fängt ja nicht plötzlich sozusagen ab jetzt ist man dem Mensch, sondern Jahre vorher sammelt sich Probleme bis es irgendwann zu einem dimensionellen Symptom kommt.

00:30:26: Und die vaskuläre Dempens.

00:30:29: Es ist wichtig, dass wir dann noch die kardiovaskulären Risikofaktoren im Schach halten.

00:30:34: Dass wir uns gut ernähren und wirklich auf uns acht geben.

00:30:39: dass wir dann auch jahrspazieren gehen und sieben, tausend, dreihundert Schritte pro Tag machen.

00:30:48: Das wäre so eine Sache, die mir am Herzen...

00:30:51: Wir sind jetzt in diesem Kontext der Risikofaktoren schon wieder näher auf die vaskuläre Demenz als auch auf die Alzheimer-Demenz eingegangen.

00:31:00: andere Formen gibt.

00:31:02: Und ich möchte unsere Zuhörerinnen da draußen gar nicht länger warten lassen, weil die sitzen wahrscheinlich schon auf heißem Kohl.

00:31:06: und was ist denn noch genauer mit diesen anderen Formen auf sich hat?

00:31:09: Triton, magst du uns dazu noch ein bisschen etwas erzählen?

00:31:12: Ja

00:31:12: gerne klar!

00:31:16: andere Demenzarten sprechen.

00:31:18: ist es wichtig sozusagen, dass man dann eine Einteilung quasi macht oder eine Aufteilung und es gibt ja die primäre neurodegenerative Form oder Erkrankungen.

00:31:27: Dazu gehört die Alzheimer-Erkrankung, lewebar die Demenz, die frottotemporale Erkranke und die Demens bei Parkinson kommt auch mittlerweile dazu.

00:31:38: Dann gibt es dann noch diese große Säule, das ist die vascularer Demenz bzw.

00:31:45: dem Mischdemenz.

00:31:47: Ich hatte vorhin betont dass die was Laborschemistin beziehungsweise im Liquid findet man doch da noch die Konstellation von der Alzheimer Erkrankung.

00:31:58: und es gibt auch die sekundären Formen darüber die ich glaube ich habe viel gesprochen Vitamin B-Zwölfmangel

00:32:05: Beispielsweise die Frontotemporale Demenz.

00:32:07: Ich finde die ganz spannend, weil ich das so eindrücklich finde.

00:32:11: Weil ich habe tatsächlich auch schon einen Patienten mitbekommen der dann im Endeffekt eine frontotemporal Schädigung durch so Mikroinfarkte hatte und dadurch hat er aber ein ähnliches Bild wurde mir von den Neurologen wo ich im Praktikum war gesagt entwickelt und er hat sich wirklich von der Persönlichkeit stark verändert auf die Angehörigen.

00:32:31: Die fanden es ganz schwierig greifbar.

00:32:33: Was hat es damit auf sich?

00:32:34: Das ist so.

00:32:35: Die Angehörigen leiden dann noch am meisten, wenn die Patienten in einer frontotemporalen Erkrankung erkranken.

00:32:44: Letztendlich handelt sich da um eine primäre neurodegenerative, wo die Patienten unterschiedliche klinische Probleme zeigen.

00:32:54: für uns.

00:32:55: Einerseits was du gerade eben gesagt hast gibt's ja dann auch diese... Störung, Enthämmung oder Verlust von Empathie.

00:33:04: Was für die Angehörige dann auch wohl schockierend ist quasi.

00:33:07: Die denken immer, sie sagen das ist ja nicht mein Ehemann oder meine Ehefrauen oder meinen Vater oder meine Mutter sondern ich denke ja es ist ganz gut und es ist wichtig da noch zu sagen und zu betonen hier in diesem Fall dass diese Patienten also die Patienten die an der Front oder Temporale Demenz erkranken sind tatsächlich noch Junge Menschen.

00:33:28: Die Häufigkeit ist ja sozusagen dann noch deutlich höher bei der Foto-Temporale Demenz, im Vergleich zu allen anderen Demenzformen dass die früher auftreten beziehungsweise in den vierzigsten bis zum sechzigsten Lebensjahr.

00:33:42: Und man denkt immer so, ja es ist eine Middle Life Crisis oder es ist ein Burnout-Syndrom weil wir auch so viel arbeiten mittlerweile.

00:33:49: Oder man denkt das ist eine Depression und man schiebt das quasi sozusagen dann noch... Also dieses Bild ist eigentlich dann doch das Entscheidende was man da noch demnächst machen muss.

00:33:59: also wenn der Patient dann zu uns kommt oder irgendwo in einer Praxis geht Wenn ja eine Depression dann auch Zeit, die neu aufgetreten ist.

00:34:06: Ist es gut?

00:34:06: Auf jeden Fall, dass man ein Bild vom Kopf wie die Wege leitet.

00:34:11: Dann gibt's auch diese primäre progressive Phasie und dieser Sprachproblematik.

00:34:17: Da ist eines noch der temporale Lappen eher betr... Man muss aber auch betonen das MRT kann kann es am Anfang eigentlich auch normal sein bzw.

00:34:28: so eine Hirnvolumenminderung insgesamt, aber nicht betont wo wir das doch erwarten also frontal oder temporal sodass man dann noch weiter untersuchen muss.

00:34:40: und jetzt haben wir über die frontotemporale Demenz gesprochen und wir haben auch über die Aphasie gesprochen die geht dann ja auch mit dem Sprachzentrum oder den Verlust des Sprachtzentrums hergehen kann.

00:34:51: Was war denn jetzt nochmal im Rahmen der Parkinson-Erkrankung?

00:34:55: Da hast du auch von angedeutet, dass es da zu einer Demenz kommen kann.

00:34:58: Genau also man kann... Also es gibt ja dann noch die Lewebade-Demenz.

00:35:03: Die ist hier auch eine primäre neurodegenerative Erkrankungen.

00:35:07: und wie ich das gesagt habe, das sind eigentlich dann auch die Studien sagen Das ist wirklich unterdiagnostiziert.

00:35:12: Momentan denkt man okay fünf bis zehn Prozent sozusagen der Patienten die eine Demenz haben, leiden unter der LWM-Badikerkrankung oder Krankheit.

00:35:25: Man muss ja auch sagen, der Dr.

00:35:27: Levy war eigentlich ein Deutscher, der nach Amerika bzw.

00:35:32: in den USA ausgewandert ist und dann hat er das erste Mal so einen Neuropathologe auch die ersten Levy-Buddy oder Levykörperchen im Gehirn festgestellt.

00:35:47: So ist sein Name auch der Demenz.

00:35:50: Letztendlich ist es gut zu wissen Es gibt ja schon einen Unterschied zwischen der Lewebade Erkrankung oder der Demenz bei Parkinson.

00:36:01: Die Demenz kommt, wenn die Parkinson-Erkrankungen fortgeschritten sind.

00:36:07: Das heißt man hat eine Parkinsonerkrankung und irgendwann nach zehn, fünfzehn, zwanzig Jahren kommt das noch zu den ersten demenziellen Sauch.

00:36:17: Also es gibt vier Merkmale für die Lewebadedemenz.

00:36:22: Die erste ist ja die Fluktuation in Kognition.

00:36:25: Die zweite sind dann auch die optischen Halluzinationen, die sozusagen sehr detailreich sind.

00:36:34: Meistens sagen die Patienten, ich sehe da kleine Menschen, die da sind und wenn man noch mit denen spricht kann man sagen ne es sind keine oder können das auch verstehen?

00:36:44: wenn man das auch denen erklärt.

00:36:47: Und dann kommt eine Parkinson im Symptomatik.

00:36:50: im Verlauf und im Vorfeld ist es so, dass da die Eingehörigen sagen, es gibt noch eine Schlafstörung.

00:36:59: Dieser REM-Schlafstöhrung in der Bevölkerung sozusagen ein bisschen für unsere Zuhörer ist es, es Das Schlaf, die nennt sich die Remphase wo unser Körper sich eigentlich noch nicht bewegen sollte.

00:37:16: Aber gerade in dieser Phase bewegen sich dann auch diese Patienten noch häufig und schlagen um sich rum und dass sie sozusagen dann auch ein Risikofaktor für die Entwicklung einer Lewe Party Demenz.

00:37:29: also wenn man das hat zu Hause und quasi man sieht okay Mein Mann kommt dann nicht zur Ruhe oder meine Frau kommt nicht zur Ruh.

00:37:36: Dann sollte man schon den Arzt aufsuchen, am besten so schnell wie

00:37:42: möglich.".

00:37:55: Das kann sehr, sehr lebhaft sein.

00:38:02: Manchmal auch Tageszeit abhängig im Abend und diese bezeichnende lebhafte Halluzination für sich genommen muss man an dieser Erkrankung denken.

00:38:13: Ein anderes Thema ist natürlich sind die Patientinnen durch die Halluzion gequält?

00:38:17: Diese Patienten was nicht!

00:38:19: Und da muss ich das auch nicht behandeln.

00:38:21: Das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt finde ich nämlich auch.

00:38:24: Es gibt natürlich optische Halluzinationen die Quellen sein können aber halt auch eben welche wo man fragen kann okay ist es okay für sie damit weiterzuleben?

00:38:31: stört sich der Pumo Költer da im Fernsehen rumspringt?

00:38:34: Nee eigentlich nicht.

00:38:35: dann muss man jetzt auch nicht direkt Neuroleptiker vielleicht unbedingt um die Ohren.

00:38:39: Apropos Neurooleptika da wollte ich ja nochmal Lakers einsatz dann noch sagen auch für die Kollegen und ambulanten Rahmen aber auch in anderen Kliniken.

00:38:48: Diese Erkrankung, diese Lewe-Baddedemenz ist dann auch wirklich eine Erkrankung wo die Neureleptika quasi dann auch die reagieren überflößt an diese Neureleptika.

00:38:58: Entweder werden sie noch zu agitiert oder zu schläfrig häufig sogar noch zu schräflich.

00:39:04: der Klassiker man gibt sozusagen auf Station es gibt eine Dame und man gibt ja ein bisschen Melperon Schlaf anstoßen unruhig in der Nacht kann ich einschlafen.

00:39:16: da sagt er der Diensthabende, ja ich gebe mal ein bisschen Melperon.

00:39:19: Am nächsten Tag ist sie sozusagen dann noch bis fünf oder bis eins, ist hier nicht mehr wahr und da macht man sich auch Sorgen.

00:39:25: Da müsste man an einer Lewe bei den Memens

00:39:29: denken.".

00:39:30: Okay, ich finde das ganz spannend was ihr erzählt wie die verschiedenen Formen sich unterscheiden?

00:39:34: Wie Sie aber auch verschieden auf Therapien reagieren und auch dass mit diesen lebhaften Halluzinationen... Ich glaube das ist etwas das kann man wirklich gut im Kopf behalten.

00:39:42: auch, dass man sich denkt okay wenn Irgendwann in meiner Laufbahn das sehe, dann sollte es einmal kurz in meinem Kopf irgendwie hallo schreien und sagen achte mal darauf.

00:39:52: wie die Demenz oder auch bei diesen Strafstörungen, dass man damit packen sollen schauen muss und so.

00:39:57: Oder bei den vascularen Demenzen wird er alle das da vor allem auch diese der Verlust der Alltagskompetenz auch durch diese Koordinationsstörung irgendwie vor allem hervorgehoben werden finde ich schon ziemlich eindrucksvoll und ziemlich noch was zu sagen.

00:40:13: Ich muss klar sagen also wenn wir darüber reden dann können wir hier glaube ich eine ganze Woche eine Fortbildungsveranstaltung machen wenn mir diese ganzen einzelnen Symdrom auseinandernehmen.

00:40:22: Es gibt natürlich sehr, sehr seltene Erkrankungen die auch genetisch bedingt sind.

00:40:27: über die haben wir noch gar fortlaufend ist und so geht es halt immer weiter.

00:40:31: also da gibts super, super viele neurologisch seltener Erkrankungen, genetische Erkränkungen, auch mitochondriale Erkran- kungen die ich persönlich teilweise auch noch gar nicht gesehen habe und nur aus dem Lehrbuch kenne.

00:40:48: Ich merke schon, wir könnten hier immer und immer weiter einsteigen.

00:40:52: Und deshalb machen wir hier einen Cut!

00:40:55: Bevor wir das machen ist ja genau Techchrom-Messe sollte sozusagen sein... Also die Demenz ist also ein bisschen so, man spricht nicht mal... über die gleichen Sachen bei den Demenzen.

00:41:05: Dieser Verlust der Kognition, bzw.

00:41:12: Früßzeitgedächtnis ist dann noch was bei Alzheimer passiert.

00:41:15: Das sieht man häufiger weil die Alzheimer-Kranken sowieso dann auch häufiger sind.

00:41:19: Aber es gibt da noch die anderen Demenzformen.

00:41:22: an die muss man auch immer denken.

00:41:24: das ist dann für die Angehörung sehr wichtig dass man das weiter abklärt.

00:41:27: das ist für den Patienten super witzig und für die Kollegen und Kollegen sozusagen die Behandlungen noch machen, sehr wichtig.

00:41:36: Sehr schön!

00:41:37: Die Take-home Message hast du nochmal gut zusammengefasst.

00:41:39: und bevor diese tolle Folge hier sich jetzt dem Ende neigt würde ich einmal gerne noch mit euch über ein Thema sprechen was glaube ich sehr sehr wichtig ist auch für die Angehörigen, die uns vielleicht heute zuhören oder auch angehende Kolleginnen auf diese Fragen zukommen werden Und zwar sind ja so die häufigsten Fragen von Angehörigen.

00:42:01: Wie geht es weit?

00:42:02: Hier klären wir natürlich über den Verlauf solcher Erkrankungen auf und setzen auch dem Fokus darauf, was hätte denn die betroffene Person gewünscht.

00:42:13: Im optimalen Fall hat sie eine Patientenverfügung aufgesetzt, indem sie klar festlegt hat ... Wie möchte ich behandelt werden, wenn nicht sofort geschritten an eine Erkrankung?

00:42:26: An einer Demenzerkrankung Leide und wie die Behandlung Ausdankungen ist.

00:42:32: Und deshalb will ich hier auch noch ganz deutlich betonen dass das Stellen einer Vorsorgevollmacht und einer Patientenverfügung frühzeitig also wenn man auch noch gar nicht erkrankt für die Zukunft, weil immer es kann etwas kommen.

00:42:48: Sei es eine Demenzerkrankung sei es eine Erkrankung aus dem Inneren Bereich also eine Herzerkrankungen oder auch eine Krebserkranking oder andere neurologische Erkranken wenn ich selber nicht mehr entscheiden kann da müssen andere für mich entscheiden und wenn ich so etwas vorher erstelle dann nehme ich ganz viel vorweg und gibt Sicherheit für die zukunft.

00:43:09: deshalb bitte bitte bitte an alle Hörer da draußen Sorgt vor, erstellt eine Patientenverfügung.

00:43:17: Erstellt eine Vorsorgevollmacht.

00:43:19: Das hilft uns Ärzten und das hilft wenn man selber betroffen ist Und das hilft den Angehörigen weil es gibt Sicherheit

00:43:27: Total.

00:43:28: ich glaube auch dass Es für wie du gerade sagst angehörige besser ist diese Patienten verfügungen zu haben Weil sie dann wissen okay Ich habe es ja hier schwarz auf weiß dass die Patientin oder der patient das gewollt hätte und ich muss jetzt nicht mutmaßen was womöglich der Sinne des Patienten oder der Patientin, in dem Fall dann ja das Angehörigen gewesen wäre.

00:43:47: Eine Frage wo ihr mir gesagt habt dass sie auch häufiger mal gestellt wird ist bekomme ich das auch also von Angehöringen, dass die Angst haben okay meine Mama hatte das und mein Opa hatte das.

00:43:58: bekomme Ich das auch?

00:44:00: Ja das ist eine frage, die hören wir oft.

00:44:04: Die hören wirklich oft und gerade eben von den Kindern oder den Enkeln Mein Großvater oder auch der Vater hatte das auch, dann liegt ja nahe.

00:44:15: Es ist eine familiäre Häufung da!

00:44:17: Es ist genetisch und wir sind keine Genetiker.

00:44:21: Das heißt klar können wir da nicht explizit darüber aufklären.

00:44:25: Auf der anderen Seite, Genetik is ein Risikofaktor versuche ich dann immer zu erklären und ich sage dann auch immer Ich werde Ihnen diese Frage hier nicht beantworten können Und es macht auch keinen Sinn, genetische Untersuchungen zu machen.

00:44:40: Weil ja, es gibt familiäre Häufung.

00:44:43: Ja, das ist ein Risikofaktor aber daneben... Gibt es noch so viel mehr über die Risikofaktoren, über den wir gesprochen haben?

00:44:53: Das gibt beeinflussbare Risikophaktoren.

00:44:55: Es gibt Risikovaktoren können wir nicht beeinflussen.

00:44:58: wie das Leben in einer Stadt erhöht.

00:45:00: das Redimentsrisiko Umwelteinflüsse auch Umweltverschmutzung spielt ja eine große Rolle.

00:45:08: Das können wenig beeinflüssen.

00:45:09: aber was wir beeinflussten können ist unser Lebensstil und wie wir uns geistig verhalten.

00:45:16: Und das ist super wichtig für die Neuroproduktion.

00:45:20: Das ist belegt in Studien, Sport und ich sage noch mal Sport gerade auch sehr intensiver Sport ist neuroprotektiv.

00:45:30: gesunde Ernährung, Fokus auf mediterrane Ernährungen ist neuroprotektiv.

00:45:35: Das weiß man grade.

00:45:37: Polifinale also aus den lieben Öl spielen eine große Rolle.

00:45:42: Omega-III-Fettsäuren ist immer so ein Fokus, wo man sagt ja hilft.

00:45:48: Ist eine ungesättigte Fettsäure konsumieren wichtig?

00:45:51: Aber ich würde jetzt nicht den Fokus auf Nahrungsergänzungsmittel setzen sondern eben auf einfach eine gesunde ausgewogene Ernährung.

00:46:00: dafür haben wir die Ernährungspyramide.

00:46:03: solche Sachen und gucken Wo kann ich was ändern?

00:46:08: Jetzt haben wir noch gar nicht erwähnt Ja Was is denn mit Suchtmitteln?

00:46:11: Ich glaube, das weiß jeder.

00:46:13: Rauchen?

00:46:13: Schlecht Alkohol?

00:46:15: Schlesht andere Drogen auch nicht so gut.

00:46:18: Aber nichts schlechtes!

00:46:19: Was

00:46:19: auch

00:46:20: schlechtes.

00:46:21: Ich finde es ganz toll.

00:46:22: Du hast es total schön auf den Punkt gebracht und ich finde, dass ist eigentlich was Schönes, womit wir die Folge beenden können weil du quasi nochmal einmal zusammengefasst hast... Bitte das nicht machen, beziehungsweise diese Sachen unbedingt machen.

00:46:35: Also nochmal ein Shout-out an dieser Stelle quasi an meine Oma die Kweiler fleißig Kreuzworträtsel

00:46:40: löst und

00:46:41: spazieren geht.

00:46:43: Vielleicht sollten wir es alle ein

00:46:44: bisschen mehr so

00:46:44: machen und die Sachen die du gerade noch gesagt hast ich finde dass ist eigentlich ein schöner Punkt um diese Folge enden zu lassen oder?

00:46:51: Ja

00:46:52: können wir machen.

00:46:53: Denke ich auch!

00:46:54: Dann möchte ich mich ganz herzlich bei euch bedanken, dass ihr heute bei mir wart bzw.

00:46:58: dass ich hier in eurem Zimmer quasi Platz haben durfte, das ihr euch die Zeit genommen habt und... Ich finde wir haben es ganz toll gemacht!

00:47:06: Danke schön!

00:47:07: Vielen Dank für die Einladung!

00:47:09: Danke!

00:47:09: Tschüss!

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