#52 WOCHENBETTDEPRESSION – Erfahrungs-Talk
Shownotes
Moin aus der KJK! Psychische Erkrankungen können viele Gesichter haben – und manchmal treten sie in Lebensphasen auf, die eigentlich mit Glück und Vorfreude verbunden sind. In dieser Folge sprechen Deborah und Ronja über das Thema Wochenbettdepression.
Nach der Geburt ihres zweiten Kindes hatte Ronja früh das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Schnell war ihr klar: Das ist mehr als der bekannte Wochenbettblues. Sie sprach offen mit ihrer Hebamme und ihrem Hausarzt über ihre Sorgen. Doch als weitere Belastungen und Komplikationen hinzukamen, merkte sie, dass sie umfassendere Unterstützung benötigte.
Ronja berichtet offen von ihrem Weg durch die Erkrankung und ihre Behandlung – zunächst auf der Depressionsstation A9 und anschließend in der Mutter-Kind-Behandlung. Ihr wichtigstes Anliegen: Wir sollten auf unser Bauchgefühl hören, wenn psychisch etwas nicht stimmt – genauso selbstverständlich, wie wir körperliche Beschwerden ernst nehmen. Danke für das tolle Gespräch, Ronja, und alles Gute für Dich und Deine Familie.
Transkript anzeigen
00:00:08: Hallo und herzlich willkommen zum Podcast der Kajaspas-Klinik vor den Toren Oldenburgs.
00:00:13: Die Wahrheit irgendwo hier drin!
00:00:24: Mein Name ist Deborah, ich spreche heute mit Ronja über das Thema Wochenbettdepression – ein sehr ernstzunehmendes Thema und ich bin total froh, dass du dir die Zeit nimmst, mit mir darüber zu sprechen.
00:00:37: Herzlich Willkommen!
00:00:38: Ja, danke schön für die Einladung, ich freue mich auch hier sein zu dürfen.
00:00:42: Vorweg wie immer unser kleines Spiel, drei Geschichten von denen zwei der Wahrheit entsprechen und eine Geschichte hat Ronja sich ausgedacht.
00:00:52: Und meine Aufgabe ist es wie immer zu erraten welche davon geflunkertes.
00:00:59: Ronja leg mal los!
00:01:00: Ja also ich
00:01:04: bin
00:01:05: in meinem Leben jetzt schon dreimal zum Nordcup gereist den nördlichsten Punkt Europas.
00:01:14: Ich
00:01:14: habe nach dem Abi eine Backpacking Tour durch Neuseeland gemacht, ein großer Traum.
00:01:24: und ich bin schon einmal, ich bin Kanosportlerin und bin einmal zur Hallig-Horge rübergepaddelt.
00:01:33: das
00:01:33: sind diese ganz kleinen Inseln in der Nordsee
00:01:38: Gut drei Geschichten, die alle für sich glaube ich total spannend sind.
00:01:44: Ich könnte da jetzt darüber ein Podcast mit dir machen aber darum soll es ja heute nicht gehen.
00:01:50: Drei mal... Das ist aber ganz schön viel.
00:01:54: deine erste Geschichte ne?
00:01:56: Drei Mal bist du nach hoch gereist.
00:02:00: Das ist glaube ich also Neuseeland das traue ich dir zu und das glaube ich kann man schonmal machen.
00:02:10: Kanu fahren Ausgefallener Sport gebe ich zu.
00:02:14: Hallikogel... Ich weiß nicht, wie weit ist das vom Festland entfernt?
00:02:18: Ist das realistisch?
00:02:19: Wie weit ist es so?
00:02:20: Wie viele Kilometer bist du da gepallert?
00:02:23: Das kann ich jetzt gar nicht mehr genau sagen.
00:02:24: auf jeden Fall in ein paar Stunden zu schaffen!
00:02:27: Okay, das war natürlich auch eine kleine
00:02:28: Fangfrage.
00:02:30: Da hast du gerade ein bisschen gezögert vielleicht.
00:02:33: Ich glaube, ich entscheide mich doch spontan ums meistens nicht die richtige Entscheidung.
00:02:37: aber doch Geflunkert ist die Geschichte mit dem Kanu.
00:02:43: Nee, es tatsächlich nicht geflunkerd.
00:02:45: Ich hätte bei der ersten Geschichte bleiben sollen oder?
00:02:48: Was ... Die erste Geschichte war jetzt das...
00:02:50: Mit dem zum Kappenort!
00:02:51: Ach so, nee bin ich auch gewesen.
00:02:54: Ja.
00:02:54: Wie du warst nicht in Neuseeland.
00:02:56: Nein, war ich gar nicht.
00:02:57: Guck
00:02:57: mal, das hätt' ich dir so zugetraut.
00:02:58: Ich bin nicht so die Vielfliegerin also ich ... Das lange, die Vorstellung da so lang hinzufliegen dass es ist nicht so meins.
00:03:03: Da fliegt man glaube schon so zwanzig Stunden bestimmt ne?
00:03:06: Einmal ans andere Ende der Welt.
00:03:09: Ronja, gut fängt ja schon mal super an für mich.
00:03:11: Aber ich würde mal sagen wir lassen das jetzt mal an dieser Stelle so stehen und vielleicht magst du mir einmal erzählen wer du so bist?
00:03:21: Und was dich eigentlich hier in den Podcast geführt hat.
00:03:27: Ja mein Name hast ihr schon gesagt Ich bin Ronja.
00:03:33: Und
00:03:34: gerade in Elternzeit, ich bin verheiratet und habe zwei Kinder.
00:03:39: Ein Sohn der ist dreieinhalb.
00:03:41: Und meine Tochter ist vier ein halb Monate fast fünf Monate alt.
00:03:48: Genau das ist letztendlich auch der Grund weshalb ich hier bin so ein bisschen... Ja!
00:03:53: Da hast du eigentlich schon auch ein paar Hinweise gegeben.
00:03:55: wenn wir jetzt mal überlegen.
00:03:56: Ich hab ja schon das Thema Wochenbettdepression ein bisschen vor weggenommen.
00:04:01: Aber auch da zeigt es also noch mal Psychiatrie, psychiatrische Erkrankungen sind sehr viel schichtig und können auch in ganz besonderen Lebensphasen auftreten.
00:04:11: Und bei dir war's bei der Geburt deines zweiten Kindes?
00:04:15: Genau!
00:04:16: Warum hast du Hilfe benötigt zu dem Zeitpunkt?
00:04:20: Was war passiert
00:04:22: nach der Gebur?
00:04:22: Ich habe mich sehr auf
00:04:25: meine
00:04:26: Tochter gefreut.
00:04:28: Geburt ist ja immer etwas so ein weiß man nicht, so ein Überraschungspaket.
00:04:34: Man weiß nicht was dabei rauskommt und ich war auch gar nicht so gerne Schwanger.
00:04:39: Ich fand das sehr anstrengend, dass wir seinen Körper ja nicht für sich haben.
00:04:43: Deswegen habe ich mich dann auf die Geburt gefreut und auf die Zeit danach und ganz besonders auf diese Stillbeziehungen.
00:04:50: Die hab' ich mit meinem Sohn genossen – auch sehr lange!
00:04:54: Das ist unsicher aber da habe ich mir sehr darauf gefreud.
00:05:00: Meine Tochter kam dann aber mit einem zu kurzen Zungenbändchen zur Welt und wir hatten relativ schnell dann Stillprobleme, dass sie Schwierigkeiten hat oder sie hat abgenommen.
00:05:09: Sie hatte Schwierigkeiten zuzunehmen Und wir haben dann sehr schnell im Wochenbett in dieser sehr sensiblen Phase ja hormonell und sowieso die ganze Umstellung mit einem zweiten Kind.
00:05:21: da hatte ich mir so ein bisschen auch Sorgen gemacht.
00:05:22: wie wird das wohl für meinen Sohn?
00:05:25: zwei Kindern gerecht, traf uns dann nun dieses Problem wo ich mich so vorher gar nicht drauf eingestellt hatte
00:05:33: und
00:05:35: das hat mir dann zum bisschen den Boden unter den Füßen weggezogen dass ich das nicht konnte.
00:05:42: Also dass du nicht stillen konntest?
00:05:44: Ja also von mir aus wäre es gut gegangen und meine Tochter hatte eigentlich da auch Lust zu ist, hat man gemerkt.
00:05:52: Also was heißt Lust, aber viele Bibis bevorzugen dann ja die Flasche und sie hat das aber an der Brust auch genossen.
00:05:57: Aber es hat einfach nichts, die hat nicht genug Milch bekommen.
00:06:00: Und
00:06:02: genau damit ging so meine Schwierigkeiten aus dass ich gemerkt habe irgendwas stimmt nicht Ich genau irgendwas passiert mit mir.
00:06:09: Okay wie hat denn dein Umfeld darauf reagiert?
00:06:13: Als du vielleicht so die ersten Anzeichen hattest, so irgendwas stimmt nicht mit mir.
00:06:17: Wie bist du damit umgegangen in deinem privaten Umfeld?
00:06:20: Ja also meine Hebamme hat natürlich sofort gemerkt dass irgendetwas nicht in Ordnung ist und ich selber eben auch das.
00:06:28: ich habe sehr sehr körperlich reagiert.
00:06:30: Ich hab plötzlich das Gefühl gehabt ich werde krank.
00:06:34: Ich habe gezittert.
00:06:35: Ich konnte nichts essen.
00:06:38: Sehr beklemmendes Gefühl als wäre was ganz bedrohlich ist.
00:06:43: jetzt, obwohl natürlich alles man kann ja heute mit Flasche und den Kindern geht sehr gut.
00:06:48: Also keine reale Bedrohung?
00:06:50: Es gab keine realen Bedrohen.
00:06:51: genau wir haben auch das Zungenbändchen sogar durchtrennen können so dass sie dann auch besser trinken konnte.
00:06:59: Genau, aber diese körperlichen Reaktionen bei mir.
00:07:01: Das war schon etwas wo auch mein Hebammer sagt Mensch was ist das jetzt?
00:07:06: Ist das noch dieser Wochenbettblues oder ich glaube Blues nennt man das erst mal wenn ja die Hormone sich umstellen paar Tage nach der Geburt?
00:07:16: oder steckt da mehr hinter?
00:07:17: und wir haben einfach das ganze erstmal so ein bisschen beobachtet.
00:07:20: Ich war dabei von Anfang an sehr offen weil ich das Gefühl hatte dass es was was ich gerade nicht selber mehr beeinflussen kann.
00:07:27: Ich kann mir nicht selber sagen, was ist doch alles gut?
00:07:30: Sondern da kam immer mehr Angst und Panik hoch.
00:07:34: Und hat sich das für dich so fremd angefühlt?
00:07:35: also du hast ja schon mal auch eine Geburt hinter dir kann man so sagen mit deinem Sohn.
00:07:42: Da konntest du das ja vielleicht auch so ein bisschen vergleichen.
00:07:45: Also im Sinne von irgendwie, ist es als anders?
00:07:47: Das ist nochmal irgendwie auf einem anderen Niveau.
00:07:50: ich fühle mich anders und auch so anders dass ich auch Hilfe benötige und das vielleicht selber gar nicht bewältigen kann.
00:07:57: Ja,
00:07:57: das ist auf jeden Fall anders gewesen.
00:07:59: also natürlich ist die Geburt eines Kindes immer wird ja sehr viel romantisiert.
00:08:07: Du meinst du in den Medien?
00:08:09: Ja, gesellschaftlich würde ich mal behaupten.
00:08:11: Also nicht nur die Medien sind ja auch gesellschaftlicher wird doch nicht so offen drüber gesprochen wie zu ersten Tage mit einem Baby plötzlich sind.
00:08:20: Man stellt sich das sehr romantisch vor und es ist aber eine große Herausforderung.
00:08:24: Da ist ein kleiner Mensch man kennt ihn noch gar nicht und man muss sich auf alles einstellen.
00:08:29: Die
00:08:29: hormonelle Umstellung Schlafmangel usw.
00:08:33: Und dann eben hier auch das Stillen lernen.
00:08:36: Bei meinem Sohn ist es mit Sicherheit auch eine starke Umstellung gewesen.
00:08:40: Aber man hat das so Stück für Stück bewältigt und bei meiner Tochter hatte ich das Gefühl, dass kann ich jetzt nicht mehr bewältigen.
00:08:46: Ich bin überfordert.
00:08:47: Meine Strategien oder meine Ressourcen reichen dafür vielleicht nicht
00:08:51: aus?
00:08:52: Genau!
00:08:52: Man weiß ja... also ich wusste dann schon was kommt, Dass ich jetzt nicht mehr durchschlafen kann, gerade oder wie auch immer.
00:09:00: Und dass man wieder viel mit wickeln und stillen beschäftigt ist... ...und das
00:09:05: überstiegt
00:09:05: das Maß aber so ein bisschen was sich von meinem Sohn kannte.
00:09:09: Ein bisschen das Fass ist so übergelaufen und das konntest du nicht mal richtig abschöpfen und hast gemerkt irgendwie wächst mir das alles so ein bißchen über den Kopf hinaus.
00:09:19: und nochmal vielleicht zu deinem privaten Umfeld also zum Beispiel deinen Ehemann oder deine Eltern.
00:09:28: Wie haben die darauf reagiert?
00:09:30: Also bewusst, war das den anderen auch so klar dass es dir so schlecht damit ging?
00:09:34: Ja es ging ja jetzt schon sehr schnell nach der Geburt los
00:09:37: und
00:09:37: da hatten wir noch gar nicht ganz viel Kontakt zur Außenwelt.
00:09:41: mein Mann hat sehr schnell gemerkt was nicht stimmt und war selber auch beunruhigt.
00:09:46: Das habe ich gemerkt.
00:09:48: und weil oft auch das Gefühl hatte mein Sohn, dass die Großeltern meinen Sohn abholen, dass wir da ein bisschen Ruhe haben.
00:09:56: Und
00:09:59: deswegen haben meine Eltern das auf jeden Fall schnell mitbekommen und meine Mutter kannte das ja.
00:10:04: nun weiß er nur selber wie es ist zwei Kinder zu bekommen hat glaube ich auch relativ schnell gemerkt.
00:10:08: oder haben wir im Nachgang besprochen?
00:10:10: Mensch das ist doch ein besonderes Ausmaß.
00:10:13: jetzt was genau ist das?
00:10:16: Aber darüber hinaus jetzt noch nicht so viel.
00:10:19: Also hier wird die Hebamme dann eben ... Ja,
00:10:21: also deine Unsicherheit mit der Situation hat sich auch zum Beispiel auf deinen Mann ausgewirkt und dass er einfach gemerkt hat okay du fühlst dich irgendwie unsicher besorgt und das hat eher übernehmen können.
00:10:36: Das ist ja ganz interessant, was das für eine Dynamik vielleicht auch einem.
00:10:43: Dass du dann vielleicht auch die Unsicherheit bei deinem Mann gespürt hast und sich das vielleicht so aufgeschaukelt hat.
00:10:49: Auf
00:10:49: jeden Fall!
00:10:50: Und deine Hebamme war also eine ganz wichtige Ansprechpartnerin in der Zeit?
00:10:56: Ja.
00:10:56: Wie ist es denn dazu gekommen, dass du dich an die Kaliaspas-Klinik gewandt hast?
00:11:01: Wir haben zuerst Medikamentös ... probiert über meinen Hausarzt, der mir schon eine Antidepressivum verschrieben hat.
00:11:09: Und
00:11:11: dann ging es mir auch erst mal, ging so ein bisschen bergauf ich war wieder stabiler und konnte dann wirklich unterscheiden zwischen.
00:11:17: das ist also etwas Gefühl dass nicht real ist diese Angst und Panik.
00:11:22: und
00:11:25: da mitging das ein paar Wochen gut und dann habe ich immer wieder weiter versucht zu stillen hab abgepumpt.
00:11:33: Das Jahr ist dann ein Milchstau entwickelt mit Fieber und Schüttelfross.
00:11:37: Und das hat mich durch diese körperliche Einschränkung, die ich da wieder hatte und dieses Gefühl, okay jetzt ist es wieder, dass stillen hier ein Problem
00:11:48: kam,
00:11:49: dass alles wieder, trotz der Medikamente kam, wieder Angst und Panik hoch und wieder dieses Gefühl irgendwas ganz Beklemmendes was Bedrohliches ist da.
00:11:59: Wir hatten vorher schon mal ein paar Wochen darüber gesprochen, ob das ein Schritt wäre.
00:12:03: Weil ich eben das Gefühl hatte, ich komme zu Hause, kann nicht gesund werden.
00:12:08: Irgendwas ist ja ... Und dann kam ... war bei mir ganz schnell klar, jetzt müssen wir noch einen Schritt weitergehen.
00:12:16: und genau meine Hebamme hatte vorher gesagt, dass es hier die Möglichkeit gibt mit Kind aufgenommen zu werden
00:12:27: Und
00:12:28: deswegen war das
00:12:28: dann
00:12:29: so eine Anlaufstelle für uns.
00:12:31: Okay, also das heißt die Geburt lag also schon auch mehrere Wochen zurück und dann gab es quasi so eine erste beunruhigende Phase.
00:12:40: da hast du schon gemerkt ich brauche mehr Unterstützung.
00:12:42: der Erste Anlauf war deine Hausarztpraxis wo ihr denn euch für ein antidepressiver entschieden habt?
00:12:50: Genau ein stillfreundliches dann eben auch
00:12:52: okay.
00:12:52: und dann Gab es sozusagen nochmal Komplikation Anfang des Jahres und dann war noch mal so die, oder die, hab ich gesagt du noch einmal beobachtet.
00:13:02: Okay es ist irgendwie... Es geht nicht in eine Richtung, die zur Genesung führt sondern eher dass das weiterhin einfach große Belastungen gibt.
00:13:12: und dann habt ihr entschieden wir wenden uns an die Kajasparsklinik.
00:13:16: und wo bist Du denn gelandet?
00:13:19: Ja, dann bin ich auf der A neun gelandet.
00:13:22: Das ist die Station in der es eben auch vier Mutter-Kindzimmer gibt,
00:13:29: dass
00:13:29: man also Einzelzimmer hat
00:13:31: und das Baby
00:13:32: mit aufgenommen werden kann.
00:13:34: Und
00:13:36: ja, ich bin erst mal aber auf der normalen Depressionsstation aufgenommen worden eine Woche lang weil kein Zimmer frei war und ich sowieso erstmal ohne meine Tochter hier war, um selber erst mal ein bisschen stabiler zu werden.
00:13:53: Also mich erst einmal um mich kümmern zu können.
00:13:55: Das ist auch was sehr wichtig war, dass ich erstmal... Entlastet!
00:14:00: ...mich wie ihr genau entlastet.
00:14:01: Dass ich nicht dieses Gefühl hatte, ich muss mich aber ja um meine zwei Kinder kümmern.
00:14:06: Sondern das ich erst mal gucken konnte, was ist eigentlich mit mir los?
00:14:10: Wie kann ich mir selber helfen?
00:14:12: Und
00:14:13: dann bin ich nach einer Woche, wurde einen Zimmer
00:14:16: auf
00:14:16: der Mutter-Kind-Station frei
00:14:18: und nach
00:14:20: drei Wochen hier in der Klinik ist dann meine Tochter nachgekommen.
00:14:24: Okay, wie kann ich mir das denn so vorstellen?
00:14:27: Eine stationäre Behandlung mit Baby – Mit Säugling!
00:14:32: Wie läuft es denn so?
00:14:34: Was ist denn da so das Besondere?
00:14:36: Du hast ja dann auch den Vergleich, also das ist als normale in Anführungszeichen Depressionenstation und dann die Station wo es noch vier Mutter-Kind-Betten gibt.
00:14:46: Was ist so der Unterschied?
00:14:48: Es geht natürlich darum dass man die Beziehung zu seinem Kind weiter aufrecht erhalten kann oder auch
00:14:56: wieder
00:14:56: mehr Bindung aufbauen kann.
00:14:58: deshalb hat man also die Möglichkeit dass man viel Zeit mit seinem Kind alleine hat.
00:15:05: Es gibt ja auch ein Aufenthaltsraum, beispielsweise es gibt alles nötige eben sowieso für... Also in den Zimmern sind dann hier auch Wickeltische und Wärmelampen und alles was man so braucht.
00:15:17: Und genau da gibt's eben diesen Aufentaltsraum wo man sich mit Kind aufhalten kann und dann eben auch nur für die anderen Mütter, wenn eben alle Zimmer belegt sind vier Müttern mit Kindern dass man sich dort auch austauschen kann.
00:15:32: Also Austausch zwischen den Müttern?
00:15:33: Zwischen den Möttern, genau!
00:15:35: Und trotz alledem ist es natürlich wichtig, dass man das Therapieangebot wahrnehmen kann.
00:15:39: Das heißt also in der Zeit, in der ich Therapien hatte
00:15:43: war
00:15:43: meine Tochter dann betreut vom Pflegepersonal.
00:15:46: Es gibt auch Kinderkrankenschwestern
00:15:48: und ...
00:15:50: Genau.
00:15:50: Das heisst, in dieser Zeit war ich dann... Also dass man eben auch Zeit wieder noch ohne das Kind hat.
00:15:55: Dass man weiterheilen kann
00:15:57: Und
00:15:58: aber eben auch viel Zeit mit seinem Kind, um zusammenzuwachsen wieder.
00:16:03: Also eine Umsorgung nicht nur für dich sondern auch dann für dein Kind und dass du also die Möglichkeit hast, ruhigen Gewissens in eine Behandlung oder ein Behandlungskonzept zu kommen ohne dabei Sorgen haben zu müssen wie gut ist mein Kind betreut?
00:16:22: Ja, das heißt und dann auch der Austausch mit anderen Müttern.
00:16:27: Was gab es denn vielleicht im Vorfeld was dich vielleicht unruhigt hat oder hattest du so Vorurteile in Bezug auf die Behandlung?
00:16:37: Nein Vorurteil hatte ich eigentlich gar nicht.
00:16:41: also natürlich geht man diesen Schritt ja nicht leicht Fertig grundsätzlich, gerade so kurz nach der Geburt dann in die Klinik gehen zu müssen alleine.
00:16:51: Aber ich hatte doch immer das Gefühl... Also es war auch meine Idee dass hier ein Ort ist wo mir geholfen werden kann.
00:16:59: also das war mir schon immer klar und das ist auch in familiär vollkommen in Ordnung gewesen, diesen Schritt zu gehen.
00:17:06: Also da haben mich alle unterstützt, deswegen gab es dann nicht so viele Vorurteile... Ich hatte aber auf jeden Fall auch keine Vorstellung was genau hier eigentlich gemacht wird.
00:17:14: Ah ja?
00:17:15: Auch interessant!
00:17:18: Du hast darauf eingelassen und ganz viel Vertrauen ja auch in die Klinik dann gesetzt und gesagt ich lasse mich jetzt erst mal drauf ein mit der Hoffnung.
00:17:26: Die werden schon wissen, was mir gut tut, was ich brauche.
00:17:30: Und was hat dir gut getan?
00:17:31: Was hast du gebraucht?
00:17:34: mit dem du an deine Heilung arbeiten konntest?
00:17:37: Ja, es sind so ganz unterschiedliche Dinge.
00:17:39: Also zum einen ja erstmal hier herzukommen und man trifft ganz viele Menschen auch die Woche auf der Depressionstation erst mal ohne ohne Mutter-Kind Menschen zu treffen denen's genauso geht.
00:17:52: also hier anzukommen uns wohl.
00:17:54: das Personal als auch die anderen Mitpatienten wussten ja genau wie es einem geht.
00:18:01: Also man versuchst sich, ja.
00:18:02: Man muss sich immer viel erklären und das war hier eben gar nicht nötig.
00:18:05: Ich bin gar nicht alleine sondern
00:18:07: ich bin
00:18:07: eine von vielen Frauen?
00:18:09: Ja genau oder eben Menschen generell und dann aber auf der Mutter-Kind-Station natürlich nachher auch das Gefühl okay das passiert eben nicht nur mir dass genau dieselben Symptome und Probleme viel übers Stillen auch tatsächlich.
00:18:27: Also diesen Austausch mit Mitpatientinnen sehr, sehr wichtig
00:18:31: und
00:18:32: mir hat das Therapieangebot auch sehr geholfen.
00:18:35: also man probiert ja ganz unterschiedliche Dinge aus über alles was ein entspannend ablenkt dass man so ein bisschen aus diesem grübeln ständig rauskommt den Fokus mal wieder woanders hinbringt probiert man ja kann man Bewegung ausprobieren Entspannungen oder auch kreatives.
00:18:54: Ich war schon immer ein sehr kreativer Mensch.
00:18:56: Und natürlich lässt das leider so im Alltag Stress, macht man das ja nicht so wie es für einen vielleicht gut täte und das habe ich hier wieder entdeckt für mich also ich hab sehr gerne Kunsttherapie und Ergotherapie gemacht.
00:19:08: alles was mit den Händen also der Kopf ist beschäftigt die Hände sind beschäftigt das hat mir sehr gut getan.
00:19:15: Bewegung auch Entspannung war beispielsweise für mich immer ein bisschen schwierig, weil ich da doch sehr dann im Kopf wieder war.
00:19:23: So ist es bei jedem dann halt ganz unterschiedlich und ich habe eben Kunst- und Ergoner für mich entdeckt.
00:19:29: Ja auch gut dass du also du hast ja von erproben und ausprobieren gesprochen?
00:19:33: Also das ist da nicht ein sage ich mal so einen So ein starres Regie des Konzepts gibt, das musst du jetzt machen.
00:19:42: Jeder Mensch profitiert davon, sondern einen Austesten, wovon profitiere ich?
00:19:47: Was tut mir zu der aktuellen Zeit gut und da bin ich ja ein bisschen neugierig.
00:19:52: Hast Du denn das Kreative auch wieder ... mit aus der Klinik in deinen Alltag übertragen können?
00:19:58: Auf jeden Fall, ja.
00:19:59: Also das habe ich wirklich wieder mit nach Hause genommen
00:20:01: und
00:20:02: wir achten da... also auch mein Mann achtet da ganz stark drauf dass ich das weiter mache, dass sich da Zeit für bekomme, Auszeiten für bekamme
00:20:10: Und
00:20:11: da bin ich auf jeden Fall weiter gerade kreativ, ja in jeder freien Minute eigentlich Ja Das ist ganz schön Das ist
00:20:17: wahrscheinlich so.
00:20:18: die Herausforderung, sich auch bewusst Zeit dafür zu nehmen.
00:20:21: Wir sagen das ja ganz häufig.
00:20:22: Das sind die Dinge, dass wird mir eigentlich auch mal gut tun oder das müsste ich eigentlich auch einmal wieder machen und sich da nochmal dem Wert und der Bedeutung der einzelnen Tätigkeit noch mal bewusst werden.
00:20:33: So Ja, das ist wirklich etwas was ich brauche, was mir gut tut und wo ich mir dann auch bewusst zeit für einplanen sollte.
00:20:41: Ich
00:20:41: habe eben gemerkt, dass ich das Brauch um Zwischendurch runterzukommen, wenn immer der Stress zu viel wird.
00:20:48: Ja das ist einfach wichtig ist damit ich dann gesund bleibe und weiter gesund werde.
00:20:54: Du hast ja auch psychotherapeutische Gespräche geführt.
00:20:58: Was sind da denn vielleicht so für oder was hattest du dafür?
00:21:02: Erkenntnisse oder was kamen da so raus?
00:21:05: Vielleicht auch zu deiner also wie es eigentlich dazu gekommen?
00:21:08: hast du da ein bisschen mehr Wissen mitnehmen können?
00:21:13: gelernt, dass man eben gerade als Mutter sehr schnell irgendwo reingerät.
00:21:18: Dass man alles perfekt machen möchte und man darf keine Fehler machen.
00:21:23: Die Mutter-Kind-Bindung ist so wichtig und man vergisst sich dann vielleicht irgendwo.
00:21:28: Und
00:21:30: das es aber dem Kind und der Familie nicht gut tut wenn man seine eigenen Grenzen da nicht kennt und die ständig übertritt.
00:21:38: Das habe ich nochmal gelernt dass das wichtig ist, dass man sich da irgendwo auch an die erste Stelle stellen muss manchmal damit man dann auch vor anderem da sein kann.
00:21:49: Und also an erster Stelle erst mal für sich da sein?
00:21:51: Ja genau und du hast ganz am Anfang unseres Gesprächs ja auch nochmal so das Thema Romantisierung der Schwangerschaft, der Geburt angesprochen und ich glaube das ist sicherlich da auch noch mal ein ganz spannendes Thema in den psychotherapeutischen Gesprächen gewesen.
00:22:07: Was es eigentlich so Realität also was ist eigentlich ein Maßstab, den ich mir vielleicht selber auferlege oder die Gesellschaft vielleicht auch irgendwie suggeriert?
00:22:17: Und was ist ein realistischer Maßstabe?
00:22:19: Also woran sollte ich mich eigentlich orientieren?
00:22:21: Was darf sein?
00:22:23: Was ist normal quasi eigentlich ein total verzerrten Bild erarbeiten, was gar nicht erreichbar und realistisch ist.
00:22:31: Genau!
00:22:32: Und eigentlich ist mir das auch immer schon bewusst gewesen – das habe ich schon bei meinem Sohn gelernt -, dass ich eigentlich viel mehr auf mich achten muss.
00:22:40: Aber bei mir war so'n bisschen das Problem, dass es dann sehr stark mit Schuldgefühlen behaftet.
00:22:45: Also immer wenn ich etwas für mich tue oder nicht dem Ideal entspreche, wenn ich merke, ich möchte doch früher wieder arbeiten gehen dass man sich dafür rechtfertigen muss.
00:22:58: Dass das ein bisschen so negativen Beigeschmack hatte und der ja auch, wenn er über einen längeren Zeitraum immer mal wieder solche Gedanken wie eigentlich soll ich das doch jetzt gar nicht machen.
00:23:08: oder was denken denn jetzt die anderen?
00:23:10: Oder ist es jetzt wichtig?
00:23:12: bin ich noch eine gute Mutter, wenn ich das jetzt mache?
00:23:16: Das können wir wahrscheinlich jetzt so weiterdenken noch über einen langen Zeitraum.
00:23:19: Großes
00:23:20: gesellschaftliches Problem auf jeden Fall!
00:23:25: dieses gesellschaftliche Thema sich dann aber auch im Einzelnen dann auch abspielen kann und wenn viele verschiedene Faktoren wahrscheinlich zusammenkommen, dann auch zu einer Erkrankung führen.
00:23:36: Nämlich eine Wochenbett-Depression die du bekommen hast.
00:23:40: ist das richtig.
00:23:41: Genau
00:23:41: ja auf jeden Fall.
00:23:43: Gab es denn da noch andere Fakturen die dazu geführt haben?
00:23:46: Also wir haben jetzt ein bisschen dieses Thema der eigene Anspruch für den eigenen Bedürfnis angesprochen.
00:23:53: Hast du da noch was anderes für dich vielleicht herausfinden können?
00:23:57: Ja, es sind mehrere Faktoren gewesen sein die da reingespielt haben.
00:24:03: Also ich hatte ein sehr anstrengendes berufliches Jahr vorher Und natürlich gleichzeitig Schwanger.
00:24:09: Also ich habe eine Zusatzqualifikation gemacht, das war eine Prüfungssituation letztendlich auch.
00:24:15: Ein
00:24:16: Kleinkind zu Hause zu haben ein sehr bedürfnisstarkes Kleinkinder mit dreieinhalb natürlich auch in dem Alter ist ja völlig normal aber eben auch sehr anstrengend.
00:24:28: und die Schwangerschaft nebenher immer dieses Gefühl Ich bin jetzt verantwortlich dafür dass dieses Kind also gesund zur Welt kommt, alles was ich tue und mache.
00:24:40: Und gleichzeitig seinen Körper eben nicht mehr für sich zu haben.
00:24:44: Genau!
00:24:45: Ja, ganz schön.
00:24:45: Viele Belastungsfaktoren und ich glaube alleine eine Zusatzqualifikation zu einer Prüfungssituation ist etwas was sich die Allermeisten von unseren Zuhörerinnen und Zuhörpern gut vorstellen können, ist ja an sich schon völlig belastend.
00:25:01: Und gerade wenn das über so einen längeren Zeitraum also über ein Jahr geht wo so ne Weiterbildung dann vielleicht läuft und dann noch schwanger und da noch ein Kind.
00:25:12: Dann hast du ja, das hast du jetzt gar nicht erwähnt.
00:25:14: Aber ich stelle mir ja sofort, naja ... Das Leben geht ja trotzdem auch noch weiter.
00:25:17: also man hat dann noch seine normalen Termine Verpflichtung, Einkauf, Haushalt, Garten und so.
00:25:26: Und dann ist ein bisschen die Frage wie viel kann ich eigentlich noch so stemmen?
00:25:34: Wann ist eigentlich
00:25:35: zuviel?
00:25:36: Genau!
00:25:37: Und da war eben glaube ich die Idee Wenn die Geburt erst mal geschafft ist, dann kümmern wir darum.
00:25:44: Wie wachsen wir zu viel zusammen?
00:25:46: Da hatte ich mir so die meisten Gedanken zugemacht
00:25:49: und
00:25:50: das Stillproblem hat dann das fast zum Überlaufen gebracht.
00:25:53: Da hat der Körper gesagt, nee jetzt geht's nicht mehr.
00:25:55: Jetzt ist es super.
00:25:57: Die Reißleine gezogen im Grunde ja... Genau!
00:25:59: Die weiße Fahne geschwenkt und gesagt, jetzt kann ich nicht mehr und da hast du dich auch sehr verantwortungsvoll Verhalten, also dass du dann auch das wahrgenommen hast und dann auch gemerkt hast okay ich komme jetzt so erstmal alleine nicht weiter.
00:26:13: Ich brauche jetzt erst mal nochmal ein bisschen von außen professionelle Unterstützung auch.
00:26:19: Wie lange warst du denn hier stationär?
00:26:22: Am Ende sieben eineinhalb Wochen Also drei Wochen ohne meine Tochter und vier Wochen noch mal mit meiner Tochter.
00:26:29: Auch eine sehr wertvolle Zeit, weil wir so ein bisschen das Wochenbett dann nochmal nachholen konnten also nur zu zweit waren und uns aufeinander konzentrieren konnten.
00:26:39: Das war wirklich schön.
00:26:42: Ja auch so'n bisschen.
00:26:43: Wir hatten ja Musiktherapie gemeinsam quasi Mutter-Kind Musiktherapie.
00:26:50: Wie läuft das so ab?
00:26:51: Das ist ja irgendwie auch
00:26:52: spannend!
00:26:52: Ja, da kommen dann die Mamas mit ihren Kindern zusammen und man macht gemeinsam ein bisschen Musik...ja, das war
00:26:59: ganz schön.
00:27:00: Also auch ganz viele gemeinsame Erfahrungen und Erlebnisse, schöne Momente, die ihr auch zusammenschaffen konntet, die vielleicht im Alltag gar keinen Raum gehabt hätten oder gar nicht die Möglichkeit besteht.
00:27:15: Und Ronja wenn du jetzt anderen Betroffenen Müttern oder auch Vätern einen Rat mit auf den Weg geben würdest.
00:27:23: Nach all dem, was du jetzt schon für dich so auch gelernt und herausgefunden hast?
00:27:26: Was wäre der
00:27:29: sich auf jeden Fall wenn man merkt irgendwas also man entwickelt ein Bauchgefühl irgendetwas Einbauch gefühlt Man entwickelt ein bauchgefühle dass irgendwas nicht in ordnung ist und dem sollte man auf jeden fall vertrauen.
00:27:42: Also rechtzeitig, frühzeitig Hilfe holen und das gar nicht lange aussitzen.
00:27:48: Häufig ist man ja nur krank wenn was körperliches ist und da sollte man eben auch viel mehr darauf achten dass es einem, wenn's einem mental nicht gut geht, dass man sich da auch schnell Hilfe holt weil das eben genauso eine Erkrankung ist die Behandlungsbedürftiges.
00:28:04: also dieser Schritt in die Klinik zu gehen war für mich natürlich ganz, ganz furchtbar das Gefühl jetzt meine beiden Kinder alleine zu lernen.
00:28:10: Also natürlich nicht alleine aber ich in dem Fall lasse sie alleine auch wenn sie bei meinem Mann ja an den besten Händen waren.
00:28:18: Aber
00:28:20: im Nachgang
00:28:21: ist es eine unglaublich wertvolle Zeit gewesen so viel über sich zu lernen wieder bei sich anzukommen und dann gestärkt einfach wieder nach Hause zu gehen und wieder in die Mutterschaft und Eltern schafft zurückzukehren.
00:28:35: Okay, ja ganz vielen Dank für deine ganz persönlichen Erfahrungen die du mit uns geteilt hast und ich kann mir vorstellen dass sehr viele sich auch da wiederfinden in deinen Schilderungen und vielleicht auch nochmal ermutigt werden.
00:28:53: sich nochmal mit dem Thema Wochenbett-Depression auseinanderzusetzen.
00:28:56: Wir sind da jetzt ja gar nicht so ganz detailliert auf die einzelnen Symptome eingegangen, ich glaube aber die kamen während deiner Schilderung im Einzelnen doch ganz gut raus und ich glaube dass wir ein Bild auch erstellen konnten, vor allen Dingen auch von dem ganzen System also vom Kontext und das ist glaube ich deutlich geworden dir was zu tun hat, sondern dass es ein System ist.
00:29:20: Was dahinter steht und dass wir da ganz verschiedene Perspektiven auch jetzt eingenommen
00:29:26: haben.
00:29:26: Ja, liebe Ronja du hast also jetzt einen Rat an andere Betroffene schon gegeben?
00:29:31: Jetzt würde mich noch mal interessieren gibt es etwas, was du dir noch wünscht im Bereich Mutter-Kind Behandlung oder was du für vielleicht ... andere Frauen wünschen würdest, die vielleicht in einer ähnlichen Situation sind wie du?
00:29:46: Ja also ich kann einfach nur sagen dass ich unglaublich dankbar bin.
00:29:50: Dass es dieses Angebot hier gibt diese Möglichkeit hier mit auch mit Kindherz zu kommen.
00:29:56: das sollte auf jeden Fall auch ausgebaut werden.
00:30:01: und
00:30:02: was sich mir da... Ich habe ja schon gesagt, dass wir da die Musiktherapie hatten für Mutter und Kind.
00:30:09: Und es gibt auch Babyschwimmens angeboten worden.
00:30:12: Das konnte ich jetzt mit meiner Tochter noch nicht machen weil sie ein bisschen zu klein war.
00:30:17: Wenn das auf jeden Fall schön, wenn da noch ein bisschen mehr
00:30:21: einfach
00:30:21: für Mutter-Kind zusammen angeboten werden würde.
00:30:24: Dass noch die Bindung gestärkt werden kann.
00:30:28: Das würde sich auf jeden fall lohnen und ich denke es ist eben ein unterschätztes Thema Wochenbettdepressionen und das
00:30:36: kann noch
00:30:37: mehr in den Fokus rücken.
00:30:40: Daran arbeiten wir jetzt dank deines... Gesprächs und dass wir hier auch im Podcast ja auch über Themen sprechen, die vielleicht nicht für jeden so präsent sind.
00:30:51: Die nicht jeder Mensch auf dem Schirm hat.
00:30:53: Und ich würde jetzt hier auch an dieser Stelle noch mal einen kleinen Hinweis geben zu unserer Folge, die schon veröffentlicht worden ist zum Thema Mutter-Kind Behandlung in der Kalyaspas-Klinik.
00:31:05: Da haben wir ja auch schon mit zwei Kollegen gesprochen ... Dich wahrscheinlich auch noch mitbegleitet haben während deiner stationären Behandlung.
00:31:14: und da nochmal ein kleiner Hinweis.
00:31:16: Hört da gerne mal rein, das ist eine ganz spannende Folge die sich glaube ich auch nochmal sehr gut hören lässt in Bezug auf die aktuelle Folge mit der liebe Ronja.
00:31:26: Gut, Ronja dann würde ich sagen meine Fragen sind alle gestellt.
00:31:30: Ich bedanke mich für das ganz ganz spannender und sehr persönliche Gespräch mit dir und für deinen Vertrauen und deine Offenheit.
00:31:39: Ja Dankeschön nochmal, dass ich eingeladen wurde.
00:31:42: Und ich freue mich einfach auch, dass sich jetzt hier so ein bisschen vielleicht aufklären konnte, Mut machen konnte und sich auch Hilfe zu suchen.
00:31:52: Das versuchen wir – und ich glaube da sind wir auf einem sehr guten Weg!
00:31:55: Vielen vielen Dank.
00:31:56: Ja
00:31:56: danke auch.
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